Von Höxter nach Pfronten, Reisebericht von Bernd G., Pfingsten 2004.

Zuerst muss ich vielleicht mal erzählen, wie ich zu meinem Pantheon gekommen bin.
Nun mein jüngster Sohn ist im August 2003 15 geworden, und da hat er meine 50er Sfera geerbt.
Ich wollte, der Gesundheit zur Liebe wieder mit dem Drahtesel fahren.
Da ich aber von Natur aus eher etwas bequem bin, konnte das nicht lange gut gehen.Verguckt hab ich
mich anfangs in die neue Vespa GT (find ich immer noch schön), doch nach einigem hin und her
viel dann die Entscheidung: zu teuer! -Was nun?
Beim stöbern im Internet viel mein Augenmerk dann auf den Pantheon, so zusagen Liebe auf den zweiten Blick. Da ich bei solchen Sachen zur Spontanität neige hat es auch nicht lange gedauert bis ich bei mobile.de den Passenden gefunden habe. Kurz telefoniert, und gleich am nächsten Samstag
in Datteln verabredet, probegefahren und gekauft. Auf der Rückfahrt ins Weserbergland, beeindruckt von den starken Fahreigenschaften, keimte dann schon die Idee von grösseren Abenteuern. Das war Ende April 2004.

 

 

 Tag 1:(km-Stand 6995,0 )

Gut vier Wochen später ging es dann, nach relativ kurzer Vorplanung, auf die grosse Reise.
Am 28.05.2004 startete ich morgens um 07.15 Uhr bei bestem Rollerwetter in Höxter-Stahle.
Ich fuhr die B83 über Kassel bis Bebra, dann weiter auf der B27 bis Bad Brückenau zum ersten
Tankstopp. Da ich alleine unterwegs war, hab ich mich nicht lange aufgehlten, und es ging gleich weiter
Richtung Hammelburg. Bei der Vorplanung war mir die Bundesstrasse um Würzburg zu unübersichtlich,
darum habe ich mich entschlossen ein Stück Autobahn zu fahren. Das sind dann die Momente wo man bereut nur den kleinen Führerschein zu haben. Zweiter Tankstopp am Rasthaus Ellwanger Berge.
Bis Giengen ging es dann noch auf der A7, dann über Grundelfingen, Ichenhausen, Kaufbeuren auf
der B16 Richtung Pfronten.
Gegen 17.00 Uhr erreichte ich dann mein Basislager, die Pension Vilstal (s.u.) in Pfronten-Ried.
Sehr netter Familienbetrieb mit sehr guter Küche, Motorradfahrer sind wilkommen.

 

Fam. Feiler
Vilstalstraße 53
D - 87459 Pfronten-Ried
Tel.: +49 (0)8363 / 88 72
Fax: +49 (0)8363 / 73 3 46
E-Mail: info@vilstal-allgaeu.de

 

In Pfronten gab es nicht nur schöne Frauen
und leckeres Bier, 
sondern auch sehenswerte Gebäude zu bestaunen

 

 

 Tag 2:

Am zweiten Tag wollte ich meinen Pantheon (und nicht nur ihn) ein wenig schonen, und beschloss auf den nahegelegenen Breitenberg (1836m) zu wandern.
Dabei hab ich meine eigene Kondition etwas überschätzt. Die vorgesehene Aufstiegszeit habe ich um etwa 1 Stunde überschritten und war oben angekommen so kaputt, das mir am Ende nicht mal das schöne
Weizen geschmeckt hat. Zum Glück hatte ich immer noch das schönste Bilderbuchwetter.

 

 

 Tag 3:

Am 3. Tag fuhr ich dann wieder mit dem Roller über Reutte und Ehrwald nach Grainau zur Zugspitzbahn.
Für 35,00 Euro ging es dann mit der Zahnradbahn auf Deutschlands höchsten Berg (2.962 m.).
Wenigsten musste ich für den Pantheon, der natürlich unten warten musste, nichts bezahlen.
Der Ausblick von oben war allerdings unschlagbar. Gerne hätte ich diesen Gipfelgenuß mit einem schönen
Weizen gekrönt- aber ich wollte ja noch fahren.
Zurück ging es dann über Garmisch, Oberau, Ettal, am Schloß Linderhof und Plansee vorbei wieder
nach Pfronten.
Eine wirklich herrliche Rollerstrecke. Kurven bis zum abwinken eingebettet in eine malerische Bergwelt.
Ein Traum.
(Fahrstrecke ca. 170 km)

 

 

Welch stattliche Erscheinung:

Das Gipfelkreuz der Zugspitze.

 

 Tag 4:

Vorbei war es mit dem herlichen Wetter.
Geweckt von einem gleichmäßigen leichtem Prasseln war mir sofort klar:
Heute kommt endlich die neue Regenhose zum Einsatz! Geplant war eine Tour zum Bodensee.
Von Pfronten aus über Grän durchs Tannheimer Tal ging es bei stömenden Regen Richtung Lindau.
In Lindau machte ich einen kleinen Stadtbummel, und der Regen eine kurze Pause.
Kurz nach dem ich die Rückfahrt angetreten habe fing es auch wieder an zu regnen.
Von Lindau aus fuhr ich über Bregenz, Lingenau und Hittisau über den Riederberg-Pass nach Oberstorf.
Bergauf bei Vollgas mit knapp 40 km/h, da wird einem doch schon ein wenig mulmig.
Nach einer warmen Mahlzeit im Nordsee Restaurant Oberstorf (Entschuldigung für die Regenpfütze
die ich hinterlassen habe) ging es über Sonthofen und Reutte zurück nach Pfronten.
(Fahrstrecke ca. 310 km)

 

 

  Tag 5:

Die Rückfahrt ist schnell erzählt:
Bei Kempten auf die A7 mit zwei Tankstopps durch gefahren bis AS Hann.-Münden. Von da aus noch
eine knappe Stunde und ich war wieder bei Frau und Kind(er).

Resümee:
In die Berge mit dem Roller immer wieder, nur nicht alleine.
Die 610 km am Stück sind einfach zu viel. Demnächst lieber nur Landstraße dafür einen längeren
Zwischenstopp oder eineÜbernachtung. Der Pantheon zeigte allerdings keine Ermüdungserscheinungen.
Ein wirklich zuverlässiges Gefährt dem man durch aus noch mehr zutrauen kann.

Bernd

(km-Stand 8750,0 )